Kurz & knapp
Ein Elektriker kostet in Deutschland 2026 zwischen 55 und 95 Euro pro Stunde — Geselle 55–80 €/Std, Meister 75–110 €/Std. Hinzu kommen Anfahrtspauschale (20–50 €) und Materialkosten, die typischerweise 15–30 Prozent der Gesamtrechnung ausmachen. Notd
Elektriker-Kosten auf einen Blick
Was ein Elektriker kostet, hängt vor allem vom Stundensatz, der Anfahrt und dem Material ab. Etablierte Kostenportale nennen für 2025/2026 marktübliche Richtwerte: Der reine Stundensatz liegt typischerweise zwischen 50 und 70 Euro inklusive Mehrwertsteuer, in Ballungsräumen auch bis 80 Euro. Hinzu kommen je nach Auftrag eine Anfahrtspauschale und die Materialkosten.
Marktübliche Richtwerte für Elektriker-Leistungen in Deutschland (2025/2026)
| Leistung | Preisspanne | Hinweis |
|---|---|---|
| Stundensatz (regulär) | 50–70 €/Std | inkl. MwSt, in Großstädten bis 80 € |
| Notdienst (abends/Wochenende) | 100–200 €/Std | plus Anfahrt, mit Zuschlägen |
| Steckdose oder Schalter setzen | 50–100 € pro Stück | an vorhandener Leitung |
| Gerät anschließen (z. B. Herd) | 80–150 € | je nach Aufwand |
| Sicherungskasten erneuern | 500–1.500 € | inkl. Material und Arbeit |
| Beratung / Planung | 100–300 € | je nach Umfang |
Der Stundensatz eines Elektrikers liegt bei 50 bis 70 Euro inklusive Mehrwertsteuer (Minimum 40 €, Maximum 80 €). Eine neue Steckdose oder ein Schalter kostet 50 bis 100 Euro, ein erneuerter Sicherungskasten 500 bis 1.500 Euro.
Wichtig: Arbeiten an der festen Elektroinstallation eines Hauses dürfen nur von einem im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragenen Fachbetrieb ausgeführt werden. Das ist gesetzlich in § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) geregelt — Heimwerker dürfen hier nicht selbst Hand anlegen.
Die Arbeiten dürfen außer durch den Netzbetreiber nur durch ein in ein Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenes Installationsunternehmen durchgeführt werden.
Preise nach Leistungsumfang
Einzelne Handgriffe rechnen Elektriker meist über den Stundensatz plus Material ab, größere Projekte oft als Festpreis. Hier die gängigsten Aufträge mit ihren marktüblichen Preisspannen.
- Kleine Reparaturen: Eine einzelne Steckdose oder ein Lichtschalter an vorhandener Leitung liegt bei 50–100 € pro Stück (Quelle: Trustlocal).
- Geräteanschluss: Das Anklemmen eines Herds, Durchlauferhitzers oder einer Markise kostet je nach Aufwand 80–150 € (Quelle: Trustlocal).
- Sicherungskasten / Zählerschrank: Die Erneuerung inklusive Material und Arbeit liegt bei 500–1.500 € (Quelle: Trustlocal).
- Komplette Elektroinstallation: Bei Sanierung oder Neubau bewegen sich die Gesamtkosten zwischen 2.000 und 10.000 € (Quelle: Trustlocal).
- Notdienst: Außerhalb der regulären Zeiten werden 100–200 € pro Stunde plus Anfahrt fällig, mit Wochenend- und Feiertagszuschlägen von 50 Prozent und mehr (Quelle: Trustlocal).
Wallbox-Installation fürs E-Auto — Kostenbestandteile (2026)
| Position | Preisspanne | Quelle |
|---|---|---|
| Wallbox-Gerät (11 kW) | 400–1.500 € | blauarbeit |
| Installation durch Elektrofachbetrieb | 500–2.200 € | blauarbeit |
| Zählerschrank modernisieren (falls nötig) | 500–1.500 € | blauarbeit |
| Gesamtkosten typisch | 1.200–3.000 € | blauarbeit |
Eine Wallbox kostet mit Installation typisch zwischen 1.200 und 3.000 Euro: Das Gerät (11 kW) liegt bei 400 bis 1.500 Euro, die Installation durch einen Elektrofachbetrieb bei 500 bis 2.200 Euro, eine eventuelle Zählerschrank-Modernisierung bei 500 bis 1.500 Euro.
Die reine Installation einer Wallbox liegt zwischen 500 und 3.000 Euro, wobei mehr als 70 Prozent der Installationen weniger als 1.500 Euro kosten. Einfache Wallbox-Modelle gibt es ab 200 bis 500 Euro, Premium-Modelle ab 1.000 Euro.
Diese Faktoren bestimmen den Preis
Warum schwanken die Preise so stark? Die folgenden Faktoren entscheiden, ob ein Auftrag am unteren oder oberen Ende der Spanne liegt.
- Region: In Großstädten wie München oder Frankfurt liegen die Stundensätze am oberen Ende (bis 80 €), in ländlichen Regionen und Ostdeutschland eher darunter.
- Qualifikation: Meisterbetriebe sowie Spezialisten für Photovoltaik, Wallbox oder Smart Home verlangen höhere Sätze als ein Geselle für Standardarbeiten.
- Vorhandene Leitung oder Neuverlegung: Eine Steckdose an bestehender Leitung ist günstig — müssen Wände aufgestemmt und Kabel neu verlegt werden, steigt der Aufwand deutlich.
- Anfahrt: Viele Betriebe berechnen eine Anfahrtspauschale, die je nach Entfernung separat auf der Rechnung steht.
- Notdienst und Uhrzeit: Einsätze abends, am Wochenende oder an Feiertagen kosten mit Zuschlägen ein Vielfaches des regulären Satzes (100–200 €/Std plus Zuschläge).
- Materialqualität: Marken-Schalterprogramme, Smart-Home-Komponenten oder hochwertige Zählerschränke treiben den Materialanteil nach oben.
Im Notdienst werden 100 bis 200 Euro pro Stunde plus Anfahrt fällig, an Wochenenden und Feiertagen kommen Zuschläge von 50 Prozent oder mehr hinzu.
Ablauf und Leistungen
Ein typischer Elektriker-Auftrag läuft in klaren Schritten ab. Wer den Ablauf kennt, kann gezielter nachfragen und vergleicht Angebote leichter.
- Anfrage und Besichtigung: Du schilderst das Problem; bei größeren Arbeiten kommt der Betrieb zur Begutachtung vorbei. Eine Beratung/Planung kostet je nach Umfang 100–300 € (Quelle: Trustlocal).
- Angebot: Du erhältst einen Kostenvoranschlag mit Stundensatz, geschätzten Stunden, Material und Anfahrt — idealerweise getrennt ausgewiesen.
- Durchführung: Der Fachbetrieb führt die Arbeiten an der Festinstallation aus; das ist gesetzlich Pflicht (§ 13 NAV).
- Prüfung und Abnahme: Nach Abschluss prüft der Elektriker die Anlage auf Sicherheit (z. B. Messprotokoll bei größeren Installationen).
- Rechnung: Die Schlussrechnung weist Arbeit, Material und Anfahrt aus. Der Arbeitslohn ist in Privathaushalten anteilig steuerlich absetzbar (Handwerkerleistungen).
So sparen Sie bei den Kosten
Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich die Elektriker-Kosten spürbar senken — ohne an der Sicherheit zu sparen.
- Mehrere Angebote einholen: Da die Stundensätze zwischen 40 und 80 Euro schwanken, lohnt der Vergleich von mindestens drei Anbietern aus deiner Region.
- Arbeiten bündeln: Steckdose, Lampe und Schalter in einem Termin erledigen lassen — so fällt die Anfahrtspauschale nur einmal an.
- Notdienst vermeiden: Nicht dringende Arbeiten in die regulären Geschäftszeiten legen und die teuren Notdienst-Zuschläge (ab 100 €/Std) sparen.
- Festpreis statt Stundenlohn: Bei klar umrissenen Aufgaben einen Pauschalpreis vereinbaren — das schafft Kostensicherheit.
- Material selbst stellen prüfen: Standard-Schalter oder Leuchten kannst du teils günstiger selbst besorgen; den fachgerechten Einbau übernimmt der Profi.
- Förderungen nutzen: Bei Wallbox, PV oder energetischer Sanierung können regionale oder Bundes-Zuschüsse die Investition senken — vorab beim Anbieter erfragen.
Angebote richtig vergleichen
Ein günstiger Stundensatz allein sagt wenig aus. Achte beim Vergleich darauf, dass alle Kostenbestandteile transparent aufgeschlüsselt sind.
- Stundensatz und geschätzte Stunden: Beides muss genannt sein — ein niedriger Satz nützt nichts, wenn unrealistisch wenige Stunden kalkuliert sind.
- Anfahrt separat ausgewiesen: Die Pauschale sollte transparent auf dem Angebot stehen, nicht versteckt im Stundenlohn.
- Material getrennt: Lass dir Material und Arbeit getrennt aufführen, um Aufschläge zu erkennen.
- Eintrag im Installateurverzeichnis: Nur ein eingetragener Fachbetrieb darf an der Festinstallation arbeiten (§ 13 NAV) — frag nach der Konzession beim Netzbetreiber.
- Festpreis vs. Stundenlohn: Bei klar definierten Arbeiten ist ein Festpreis meist die sicherere Wahl.
Häufige Fragen
Was kostet ein Elektriker pro Stunde?
Ein Elektriker kostet in Deutschland 2026 zwischen 55 und 95 Euro pro Stunde — Geselle 55–80 €/Std, Meister 75–110 €/Std. Hinzu kommen Anfahrtspauschale (20–50 €) und Materialkosten, die typischerweis
Was kostet eine neue Steckdose?
Eine neue Steckdose zu installieren kostet inklusive Material und Arbeit etwa 80 bis 150 Euro pro Stück. Der Preis hängt davon ab, ob die Leitung bereits vorhanden ist oder neu verlegt werden muss. We
Wann ist ein Elektriker zwingend notwendig?
Alle Arbeiten an der Festinstallation eines Haushalts dürfen in Deutschland nur durch einen konzessionierten Elektrofachbetrieb durchgeführt werden — das schreibt die Niederspannungsanschlussverordnun
Quellen
Stand: August 2026Marktkontext
- Statistisches Bundesamt(Destatis)Offiziell
Offizielle Statistik Deutschland — Preisindizes, Verbraucherpreise, Branchenstatistik.
destatis.de → - Bundesagentur für Arbeit(BA)Offiziell
Beschäftigten- und Lohnstatistik nach Wirtschaftszweigen (WZ-Klassifikation).
statistik.arbeitsagentur.de → - Zentralverband des Deutschen Handwerks(ZDH)Offiziell
Dachverband des deutschen Handwerks — Konjunktur- und Strukturdaten Handwerk.
zdh.de →
Quellen (3)Stand: August 2026
Marktkontext
- Statistisches Bundesamt(Destatis)Offiziell
Offizielle Statistik Deutschland — Preisindizes, Verbraucherpreise, Branchenstatistik.
destatis.de → - Bundesagentur für Arbeit(BA)Offiziell
Beschäftigten- und Lohnstatistik nach Wirtschaftszweigen (WZ-Klassifikation).
statistik.arbeitsagentur.de → - Zentralverband des Deutschen Handwerks(ZDH)Offiziell
Dachverband des deutschen Handwerks — Konjunktur- und Strukturdaten Handwerk.
zdh.de →
Zuletzt aktualisiert: 15. Mai 2026 · Preisangaben sind Richtwerte aus Marktrecherche und können je nach Anbieter, Region und Projekt abweichen.
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